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Hautkrebsscreening

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen. Weil Hautveränderungen im Frühstadium weder schmerzen noch jucken, fallen sie ohne gezielte Untersuchung oft erst spät auf. Genau hier setzt das Hautkrebsscreening an.

Was beim Screening untersucht wird

Die Haut wird systematisch auf verdächtige Veränderungen untersucht – einschließlich der Stellen, die man selbst kaum einsehen kann. Beurteilt werden unter anderem Muttermale, Pigmentveränderungen und auffällige Hautstellen, die auf hellen oder schwarzen Hautkrebs hinweisen können.

Je nach Hautbild und persönlichem Risiko kann die Untersuchung durch eine auflichtmikroskopische oder digitale Dokumentation ergänzt werden. Damit lassen sich Hautveränderungen im Verlauf vergleichen – ein Vorteil vor allem bei Menschen mit vielen Muttermalen.

Ablauf der Untersuchung

  1. Ärztliches Gespräch und Erfassung Ihrer persönlichen Risikofaktoren
  2. Systematische Untersuchung der gesamten Haut
  3. Vergrößerte Betrachtung auffälliger Hautveränderungen
  4. Bei Bedarf digitale Dokumentation zur Verlaufskontrolle
  5. Besprechung der Ergebnisse und Empfehlung des weiteren Vorgehens

Die Untersuchung ist schmerzfrei. Bitte kommen Sie ungeschminkt und ohne Nagellack an Fingern und Zehen, damit die Haut vollständig beurteilt werden kann.

Wer besonders davon profitiert

  • Menschen mit hellem Hauttyp, die schnell einen Sonnenbrand bekommen
  • Personen mit vielen oder auffälligen Muttermalen
  • Wer in Kindheit und Jugend häufig Sonnenbrände hatte
  • Menschen mit Hautkrebsfällen in der Familie
  • Personen, die überwiegend im Freien arbeiten
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem, etwa nach einer Organtransplantation

Die ABCDE-Regel zur Selbstkontrolle

Zwischen den Terminen können Sie Ihre Haut selbst im Blick behalten:

  • A wie Asymmetrie: Der Fleck ist ungleichmäßig geformt.
  • B wie Begrenzung: Die Ränder sind unscharf oder gezackt.
  • C wie Colour: Der Fleck zeigt mehrere Farbtöne.
  • D wie Durchmesser: Er ist größer als etwa fünf Millimeter.
  • E wie Entwicklung: Er hat sich in den letzten Monaten verändert.

Lassen Sie außerdem Stellen abklären, die bluten, nässen, jucken oder über Wochen nicht abheilen – unabhängig davon, wie sie aussehen.

Kosten

Bei gesetzlich Versicherten gehört das reguläre Hautkrebsscreening ab dem 35. Lebensjahr zum Früherkennungsprogramm und kann alle zwei Jahre in Anspruch genommen werden.

Weitergehende Untersuchungen, etwa bestimmte Formen der digitalen Bilddokumentation, können als individuelle Gesundheitsleistung angeboten werden. Die Kosten richten sich nach Umfang und Aufwand der Behandlung. Wir informieren Sie gern persönlich – sprechen Sie uns im Beratungsgespräch oder telefonisch darauf an.

Häufige Fragen

Das hängt von Ihrem persönlichen Risiko ab. Für viele Menschen ist ein Abstand von ein bis zwei Jahren sinnvoll, bei erhöhtem Risiko auch häufiger. Den passenden Rhythmus besprechen wir im Termin.

Nein. Es handelt sich um eine reine Betrachtung der Haut.

In der Regel etwa 20 Minuten.

Wir besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen. Häufig ist eine Kontrolle im Verlauf ausreichend, in anderen Fällen wird die Stelle entfernt und feingeweblich untersucht.

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